Du, wenn Dich die Grippe auf die Ersatzbank schickt.
Du, wenn Du für Deinen Urlaub nichts gebucht hast.
Du, an faulen Sonntagen, familienfreien Feiertagen, Home-Office-Tagen.
Wenn der Casual-Friday nicht an einen bestimmten Wochentag
gebunden ist, findet sich hier Inspiration und Rat.
Die befreiende Wirkung bequemer Hüllen gepaart mit dem
fehlender Druck toll auszusehen, was sonst unweigerlich zum Auftragen mehrerer
Farbschichten in der Gesichtsregion, dem glätten, föhnen, wellen oder kunstvoll
Hochstecken der Haarpracht und der Selektion von Outfit-komplementierenden
Accessoires einhergeht, ist nicht zu leugnen. Fernab fremder Blicke dürfen wir
sein, wie wir waren, als wir aufgestanden sind: ganz, ganz entspannt.
Was man an solchen Tagen trägt, hängt zum einen von der
Häufigkeit dieser Anläse ab. Als nur-zu-hause-Novize ist man zuerst noch
zurückhaltend. Dann mögen schon Jeans und T-Shirt einen mutigen Kontrast zum
sonst so durchdachten Büro-Outfit darstellen. Diese Kombination gilt als
Einstiegsdroge fürs Laissez-aller. Sie reduziert den Aufwand des Sich-kleidens bereits
signifikant und ist auch für kleine Ausflüge vor die Haustür gesellschaftsfähig.
Mit der Zeit kommt der Mut zu mehr Ungezwungenheit.
Variierende Temperaturen und Befindlichkeiten stellen immer neue
Herausforderungen an einen gelungenen Homestyle. Doch sind Äußerlichkeiten
nicht alles. Die Zeit kann lang werden. So allein. Zu haus. Keine Bange, es
gibt viel zu tun ...
Woher kommt eigentlich die Jeans?
Während wir die Jeans hier als Freizeit-Piece deklarieren, war sie ursprünglich Sinnbild harter Arbeit. Wagen wir den Blick zurück von knocheneng zu Knochenjob, z.B. einem wie das Goldschürfen.
Mitte des 19. Jahrhunderts befindet sich San Francisco im Goldrausch. Ein bayerischer Wahlamerikaner erkennt dort den Bedarf an strapazierfähigen Arbeitshosen und entwickelt die Levi’s Bluejeans. Der Schlüssel zum Erfolg ist das strapazierfähige Material, das Jeans oder auch Denim heißt.
Beide Varianten führen uns in die 9 ½-Tausend Kilometer weit entfernten Städte Nîmes (de Nîmes = de-nim) und Genua (Genoa’s = Jeans), von denen sich die Namen ableiten. Dort war das stabile Twillgewebe schon seit Langem als günstiges und robustes Material für Alltag und Arbeit in Gebrauch. So betrachtet ist der Inbegriff amerikanischen Lebensgefühls eigentlich ein Import aus Europa. Welcome home.
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