Mittwoch, 11. Februar 2015

In Form gebracht


Zu nass zum Joggen? Kein Fitnessstudio? Dann empfehle ich Sport für Zuhause. Alles was Du brauchst ist Dein Wohnzimmer. Der neue Trend heißt Möbelrücken.

Nach einigen frustrierenden Wochen auf Wohnungssuche, während derer sich die Unzufriedenheit mit der eigenen Wohnung ins Unermessliche steigert, bekommst Du plötzlich einen Rappel. Die Idee ist, quasi in der eigenen Wohnung umzuziehen.

Du räumst also alles aus dem meterlangen Bücheregal und verteilst es auf die übrigen Möbel. Dann baust Du selbiges teilweise ab oder um und schiebst es quer durch den Raum, rückst den Rest des Mobiliars testweise von einer Ecke in die andere und wieder zurück bis das Resultat zufriedenstellt. Dann räumst die circa 300 Bücher wieder ein, Leiter rauf und Leiter runter, und putzt alles nochmal gründlich durch.

Kleine Überraschungen wie herabfallende Gardinen sind inklusive und erhöhen den Trainingseffekt.

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft!
Darauf ein Gläschen Wein.



Dienstag, 10. Februar 2015

Tupperabend Next Generation


Wenn unsere Mütter sich früher zu Tupperabenden getroffen haben, wären wir am liebsten mitgegangen. Jedenfalls mir ist es als Kind so gegangen. Nicht weil ich mich so für ultrahoch erhitzbaren Kunststoff interessiert hätte, sondern weil ich wusste, es gibt Knabberzeug und ich müsste dann wohl kaum um 8 ins Bett. 

Nun ist meine Generation nicht mehr Hausfrau genug, um sich einen ganzen Abend lang für Plastikschüsseln zu begeistern. Deshalb gibt es den Verkaufsabend 2.0 und der heißt Trunk Show. Während Home-Shopping sonst im Lotter-Look auf dem Sofa stattfindet, zieht man sich zu einer Trunk Show hübsch an, trifft Bekannte, trinkt Sektcocktails und kann den ganzen Abend Schmuck anprobieren. Also das finde ich klasse.

Nun durfte ich gestern mal in einer Runde junger Mütter Mäuschen spielen. Da habe ich außer einer bescheidenen Schmuckbestellung, die in 3 bis 5 Werktagen bei mir eintrifft, auch etwas gelernt. Es geht gar nicht so sehr um den Schmuck. Es ging auch früher nicht um Tupper, Hara oder Avon. Es ist - und darum durften wir nicht mit - ein Abend ohne Kinder. 

Fernab der Sonnenscheinsonaten, die Kinderlose oft vorgespielt bekommen, entpuppen sich Mütter unter sich als ein erfrischend offenes Informationsforum über Trotzphasen, Schlafentzug und die Tatsache, dass Männer es doch so viel einfacher haben, sich mal einen Abend freizunehmen. Also: Macht mehr Trunk Shows!



Der Schmuck ist übrigens toll. Die Marke heißt Stella & Dot und kommt aus den Staaten. Alles lässt sich auch online bestellen, aber so ein Mädelsabend macht natürlich mehr Spaß ...



Bild: www.stelladot.de

Freitag, 6. Februar 2015

Das Wundermittel


So, nun hat es auch mich erwischt, eine Erkältung: Schnupfen, Halsschmerzen, das Übliche. Natürlich habe ich mir gleich was dagegen gekauft: Schuhe.

Das wurde in einem Selbsthilfevideo empfohlen. Zuerst war ich skeptisch, aber siehe da: Es wirkt und zwar pronto. Gestern bestellt und heute schon da! 

Hab mich gleich besser gefühlt.



Da freut man sich richtig darauf, sie endlich auszuführen. Aber dann brauch ich noch ...





Dienstag, 3. Februar 2015

Wenn die Eltern Hilfe brauchen


Dass uns die moderne Technik transparent macht, ist nichts Neues. Wir begegnen dem mit Resignation. Was uns wirklich Sorgen machen sollte, ist dass sich unsere Eltern ein Smartphone anschaffen. Der Middle-Aged-User (MAU) wird Probleme haben, auf die wir im Leben nicht gekommen wären. Auf folgendes musst Du Dich gefasst machen:
 

1) Intuitive Benutzung ist dem MAU völlig fremd. Er lebt in der ständigen Angst, etwas kaputt zu machen. To-Do: Verständnis zeigen und versichern, dass er durch schieben oder tippen nichts kaputt macht.
 

2) Das Einrichten des Smartphones wird als Sicherheitsgefahr eingestuft. Jeder einzelne Schritt wird nur in Begleitung und mit häufigen Rückfragen nach Sinn und Risiko getan. To-Do: durchhalten - es sind ja nur wenige Schritte.
 

3) Wenn der MAU etwas Neues herunterladen möchte, geht er nicht in den App-Store, sondern googelt die App. Nach ein paar glücklichen Klicks wird er dann doch in den Store geleitet und muss für den Download sein Passwort eingeben. Jetzt die Preisfrage: Wie lautet das Passwort? Während Du Dich wunderst, woher Du das wissen sollst, ist der Kern der Frage ein ganz anderer. Der MAU kennt alle seine Passwörter, er leidet ja nicht an Gedächtnisschwund. Außerdem hat er sie aufgeschrieben. Was er wirklich wissen will, ist, ob hier PIN, Handy-Sperrcode oder iTunes-Passwort gesucht ist.
 

4) Irgendwann ist der Startbildschirm voll und neue Apps werden automatisch eine Seite weiter gespeichert. Wegen Punkt 1) kennt der MAU diese Seite nicht. Du bekommst einen verwunderten Anruf: Ich hab mir dieses Spiel runtergeladen, aber wie mach ich, dass das auf meinem Handy ist? Du hakst nach und erfährst, dass der MAU immer wieder in den Browser geht und das Spiel dort sucht. To-Do: Bitte den MAU auf den Startbildschirm zu gehen und mit dem Finger von rechts nach links zu streichen.
 
Wenn es Dir zu viel wird, täuschst Du vielleicht vor, in Deiner Gegend sei das Internet für ein paar Tage ausgefallen oder eine Elster habe Dein Ladegerät geklaut. Unterschätze den MAU nicht! Eines hat er schnell raus: WhatsApp-Stalking, diese verräterische Funktion, die anderen anzeigt, wann Du zuletzt eingeloggt warst. Von MAUs gern genutzt, weil sie all die Spiele, die sie installiert haben, ja nicht mehr finden. Also stark bleiben, sonst:

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Da war aber jemand lang auf :-)
Können wir mal tel? Hab eine Frage zu meinem Handy. :-) :-)
Ich seh doch dass du online bist.
:-/
  


 Auch tMAUmatisiert? Schreibs auf.