Wenn unsere Mütter sich früher zu Tupperabenden getroffen
haben, wären wir am liebsten mitgegangen. Jedenfalls mir ist es als Kind so
gegangen. Nicht weil ich mich so für ultrahoch erhitzbaren Kunststoff interessiert
hätte, sondern weil ich wusste, es gibt Knabberzeug und ich müsste dann wohl
kaum um 8 ins Bett.
Nun ist meine Generation nicht mehr Hausfrau genug, um sich
einen ganzen Abend lang für Plastikschüsseln zu begeistern. Deshalb gibt es den
Verkaufsabend 2.0 und der heißt Trunk Show. Während Home-Shopping sonst im
Lotter-Look auf dem Sofa stattfindet, zieht man sich zu einer Trunk Show hübsch
an, trifft Bekannte, trinkt Sektcocktails und kann den ganzen Abend Schmuck
anprobieren. Also das finde ich klasse.
Nun durfte ich gestern mal in einer Runde junger Mütter Mäuschen
spielen. Da habe ich außer einer bescheidenen Schmuckbestellung, die in 3 bis 5
Werktagen bei mir eintrifft, auch etwas gelernt. Es geht gar nicht so sehr um
den Schmuck. Es ging auch früher nicht um Tupper, Hara oder Avon. Es ist - und
darum durften wir nicht mit - ein Abend ohne Kinder.
Fernab der Sonnenscheinsonaten,
die Kinderlose oft vorgespielt bekommen, entpuppen sich Mütter unter sich als ein
erfrischend offenes Informationsforum über Trotzphasen, Schlafentzug und die
Tatsache, dass Männer es doch so viel einfacher haben, sich mal einen Abend
freizunehmen. Also: Macht mehr Trunk Shows!
Der Schmuck ist übrigens toll. Die Marke heißt Stella &
Dot und kommt aus den Staaten. Alles
lässt sich auch online bestellen, aber so ein Mädelsabend macht natürlich mehr
Spaß ...
| Bild: www.stelladot.de |
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